Und warum der gut gemeinte Rat „essen Sie halt mehr Eiweiß" daran nichts ändert. Eine Physiotherapeutin erklärt, was bei Menschen über 50 stattdessen wirkt
„Früher habe ich zwei Stufen auf einmal genommen. Heute zähle ich die Absätze."
Jemand hat mir die Hand hingestreckt.
Wir saßen zu viert am Tisch, das Essen war vorbei, ich wollte aufstehen. Ich hatte die Hände schon auf der Lehne, so wie immer, und ich habe kurz Schwung geholt, so wie immer.
Und da war diese Hand.
Ungefragt. Freundlich. Selbstverständlich.
Ich habe sie genommen und danke gesagt und weitergeredet, als wäre nichts.
Niemand am Tisch hat etwas dazu gesagt. Das war das Schlimmste daran.
Sie haben es nicht kommentiert, weil es für sie schon dazugehörte. Zu mir.
Aber in diesem Moment war ich nicht mehr Marlies.
Ich war nicht mehr die, die anpackt. Nicht die, die den Kuchen bringt und den Tisch abräumt und danach noch das Auto belädt.
Ich war die, der man hilft.
Und irgendwer hatte das entschieden, ohne mich zu fragen.
Ich bin 63. Und ehrlich gesagt hätte ich Ihnen an diesem Abend nicht sagen können, wann das angefangen hat.
Es gab keinen Tag, an dem etwas passiert ist. Kein Sturz, keine Diagnose, nichts, was man erzählen könnte.
Es ist einfach leiser geworden.
Zuerst war es die Treppe. Ich wohne im zweiten Stock, das waren immer 34 Stufen und ein Gedanke an nichts. Irgendwann bin ich auf dem ersten Absatz stehen geblieben.
Nicht lang. Zwei, drei Sekunden.
Und wissen Sie, was ich in diesen zwei Sekunden gemacht habe? Ich habe in meiner Tasche nach dem Schlüssel gesucht. Den ich schon in der Hand hatte.
Früher habe ich zwei Stufen auf einmal genommen. Heute zähle ich die Absätze.
Auf diesem Absatz habe ich irgendwann zum ersten Mal diesen Satz gedacht: Meine Beine wollen nicht mehr so wie ich.
„Ich habe in meiner Tasche nach dem Schlüssel gesucht. Den ich schon in der Hand hatte."
Dann war es das Aufstehen. Vom Küchenstuhl, vom Sofa, aus dem Auto. Hände auf die Lehne, kurz Schwung holen, beim zweiten Anlauf klappt es.
Man macht das nicht bewusst. Der Körper macht das.
Dann war es das Tragen. Ich bin irgendwann zweimal zum Auto gegangen statt einmal. Und habe die Taschen trotzdem auf halber Treppe abgestellt, um die Hände zu wechseln.
Dann kam der Handlauf. Das war der Punkt, an dem ich es das erste Mal wirklich gemerkt habe: Meine Hand greift danach, ohne dass ich es entscheide. Sie ist einfach schon dran.
Dann kam die Hocke. Ich bin in die Knie gegangen, um die untere Schublade aufzumachen, und auf dem Weg nach oben habe ich mich an der Arbeitsplatte hochgezogen. Beim ersten Mal denkt man sich nichts dabei. Ein halbes Jahr später macht man die Schublade gar nicht mehr auf.
Und dann habe ich angefangen, meine Wohnung umzuräumen. Die schwere Pfanne nach unten. Das Bügeleisen ins untere Fach. Alles, was Gewicht hat, wanderte dahin, wo ich weder hoch noch runter muss.
Ich habe das nie als Problem gesehen. Ich habe das als praktisch gesehen.
Dabei war da noch etwas anderes, das ich mir lange nicht eingestanden habe.
Meine Freundin hat mich im Sommer gefragt, ob ich mit zum Wandern komme. Nichts Wildes, drei Stunden, ein Berggasthof am Ende. Ich habe gesagt, an dem Wochenende passt es schlecht.
Es hätte gepasst. Ich habe zu Hause gesessen und Wäsche zusammengelegt.
Ich hatte keine Angst vor dem Berg. Ich hatte Angst davor, dass sie stehen bleiben müssen und auf mich warten. Und dass keiner etwas dazu sagt.
Ab da habe ich angefangen, vorher zu rechnen. Wie viele Stufen. Wie weit vom Parkplatz. Ob es dort zum Hinsetzen etwas gibt.
Das macht man nicht laut. Das macht man im Kopf, während man am Telefon fröhlich klingt.
Im Frühjahr habe ich dann etwas gemacht, das auch praktisch aussah: Ich habe den Einkauf zum Liefern bestellt. Erst nur den Wasserkasten. Dann alles, was schwer ist. Der Fahrer hat es mir bis vor die Tür getragen, ich habe Trinkgeld gegeben und mir gesagt, das sei eben Komfort.
Es war kein Komfort. Es war das erste Stück Alltag, das ich abgegeben habe.
Das ist die leise Anpassung.
Sie entscheiden nicht, weniger zu tragen. Sie tragen einfach weniger. Sie entscheiden nicht, sich abzustützen. Die Hand macht das von allein.
Und weil es so langsam geht, merken Sie es erst, wenn Ihnen jemand am Tisch die Hand hinstreckt.
Ich habe an diesem Abend im Auto gesessen und nicht sofort losgefahren.
Nicht wegen der Hand. Wegen der Liste, die mir plötzlich eingefallen ist.
Die Treppe. Das Tragen. Das Aufstehen. Der Handlauf. Die Schublade, die ich nicht mehr aufmache. Die Wanderung, zu der ich nicht mitgefahren bin. Der Einkauf, den jetzt ein anderer trägt.
Nichts davon war schlimm. Jedes Einzelne war eine Kleinigkeit.
Zusammen waren sie zwei Jahre meines Lebens.
Und dann kam der Satz, den ich noch nie jemandem laut gesagt hatte:
Ich will niemandem zur Last fallen.
Ich habe an diesem Abend zum ersten Mal weitergedacht als bis morgen. Wenn es so weiterginge, in dem Tempo, in dem es die letzten zwei Jahre gegangen war: Wo wäre ich mit 70?
Ich wusste die Antwort. Ich hatte sie schon gesehen. Bei meiner Mutter, die zuletzt nur noch zwischen Sessel und Küche unterwegs war, und bei der irgendwann jemand sagen musste, dass die Wohnung im zweiten Stock so nicht mehr geht.
Ich saß in meinem Auto vor dem Haus, in dem ich seit 22 Jahren wohne, und habe zum ersten Mal gedacht: Vielleicht ist das hier nicht für immer.
Was ich an diesem Abend nicht wusste: Es lag nicht an meinem Alter. Und es lag auch nicht daran, dass ich mich nicht genug bemüht hätte.
Es lag an etwas ganz anderem. Und vier Monate später habe ich meinen Lieferdienst wieder abbestellt.
„Der Teller war voller. Der Magen war schwerer. An der Treppe hat sich nichts geändert."
Bevor ich Ihnen erzähle, was am Ende geholfen hat, sollten Sie wissen, was nicht geholfen hat.
Weil Sie vermutlich denselben Weg hinter sich haben. Und ich möchte, dass Sie wissen: Ich verstehe das. Ich war da.
Mehr essen. Das war der erste Rat, und er kam von allen Seiten. Also mehr Fleisch. Mehr Quark. Abends noch ein Ei.
Der Teller war voller. Der Magen war schwerer. An der Treppe hat sich nichts geändert.
Eiweißpulver. Ich habe mir eine große Dose gekauft, Vanille, aus der Drogerie, 24 Euro. Man rührt das an, es schmeckt süß, es liegt schwer im Bauch, und danach steht ein Shaker in der Spüle.
Die Dose steht heute noch in meinem Schrank. Halb voll.
Das Fitnessstudio. 39 Euro im Monat, acht Monate lang durchgezahlt. Das sind 312 Euro. Dreimal war ich da.
Ich habe das an einem schlechten Abend mal ausgerechnet: 104 Euro pro Besuch.
Beim dritten Mal habe ich brav an den Geräten gearbeitet, wie es mir gezeigt wurde. Danach ging zwei Tage nichts. Nicht die Treppe, nicht der Einkauf, gar nichts.
Ich habe den Vertrag laufen lassen, weil ich es mir nicht eingestehen wollte.
Der Gymnastikkurs. Der war schön. Ich bin gern hingegangen, ich habe nette Leute getroffen, und beweglicher bin ich auch geworden.
Kräftiger nicht.
Und dann das Regal. Kollagen. Magnesium. Ein Multivitamin für die Generation 50 plus. Irgendwas wird schon dabei sein, habe ich gedacht. Alle paar Wochen 20, 30 Euro, zwei Jahre lang.
Ich muss ehrlich sein: Nach dem Kurs ging es manchmal zwei Tage besser. Genug, um weiterzumachen. Nicht genug, um irgendetwas zu ändern.
Und egal, wen ich gefragt habe, ich bekam immer dieselbe Antwort.
Meine Nachbarin sagte es. Die Verkäuferin in der Drogerie sagte es. Irgendwann habe ich es selbst gesagt:
„Nehmen Sie's doch etwas leichter. Das ist halt das Alter."
Ich habe später eine Zahl gelesen, die mir den Abend verdorben hat.
Ab 50 verliert man rund 1 % Muskelmasse und bis zu 3 % Muskelkraft. Pro Jahr.
Bis zu drei Prozent im Jahr.
Lesen Sie das bitte noch einmal. Und rechnen Sie es dann auf zehn Jahre hoch.
Das ist nichts, was Ihnen an einem Tag passiert. Das ist genau das, was mir passiert ist: die Treppe, das Tragen, das Aufstehen, ein Stück nach dem anderen, so langsam, dass man jeden einzelnen Schritt für normal hält.
Und irgendwann kommt der Punkt, an dem man Dinge nicht mehr anpasst, sondern abgibt. Den Einkauf liefern lässt. Die Treppe meidet. Das Auto stehen lässt.
Ich war auf diesem Weg. Ich war schon beim Liefern lassen.
Und dann lag im Herbst ein Prospekt in meinem Briefkasten. Treppenlifte. Ein Foto von einer freundlichen Frau, die sitzend nach oben fährt und lächelt.
Ich habe das Ding nicht weggeworfen. Ich habe es auf die Kommode gelegt, unter die Zeitung.
Das ist der Punkt, an dem mir klar wurde, wie weit ich schon gelaufen war. Nicht die Treppe. Nicht die Hand am Tisch. Sondern dass ich einen Prospekt für einen Treppenlift aufgehoben habe, weil ich ihn irgendwann vielleicht brauche.
Mit 63.
Und in diesem Moment ist mir zum ersten Mal etwas aufgefallen, das mich seitdem nicht mehr loslässt:
Niemand verdient etwas daran, mir zu erklären, woran es wirklich liegt.
„Das ist halt das Alter" ist bequem. Für alle. Nur nicht für den, der die Treppe hochmuss.
„Darf ich Ihnen was sagen, das ich im Kurs nicht sage?"
Katrin leitet den Rückenkurs, in den ich gegangen bin. Sie hat mich über Monate gesehen. Sie hat gesehen, wie ich aufstehe. Sie hat gesehen, wie ich mich an der Sprossenwand festhalte.
Als ich ihr nach der letzten Stunde erzählt habe, dass ich jetzt liefern lasse, hat sie aufgehört, die Matten wegzuräumen.
Sie hat sich hingesetzt und gefragt: „Darf ich Ihnen was sagen, das ich im Kurs nicht sage?"
Ich habe genickt.
„Sie essen genug. Bei Ihnen kommt nur nichts an."
Ich habe sie angeschaut wie ein Auto.
Katrin hat es mir so erklärt:
Ihr Körper baut Muskulatur nicht aus Fleisch. Er baut sie aus Bausteinen, die er aus dem Fleisch herausholen muss. Dieses Herausholen ist Arbeit, und diese Arbeit wird mit den Jahren schlechter.
Nicht schlagartig. Langsam. Genau wie alles andere auch.
Das heißt: Sie können denselben Teller essen wie mit 40 und trotzdem weniger davon im Muskel ankommen lassen.
Und dann hat sie das Bild gebraucht, das ich seitdem weitererzähle:
„Stellen Sie sich vor, Sie tragen Wasser in einem Eimer. Vom Hahn bis ins Beet.
Mit 40 kam fast alles an, was Sie eingefüllt haben.
Und mit den Jahren bekommt dieser Eimer unten kleine Löcher. Nicht auf einmal. Jedes Jahr ein paar mehr.
Sie füllen ihn genauso voll wie immer. Sie laufen denselben Weg. Nur: Am Beet ist er halb leer."
Nicht das Alter. Nicht zu wenig gegessen. Die Verwertung.
Und wissen Sie, warum Sie es zuerst an der Treppe merken? In den Beinen sitzen die größten Muskeln, die Sie haben. Wo am meisten gegossen werden muss, fällt zuerst auf, dass zu wenig ankommt.
Deshalb fängt es fast nie mit den Armen an. Es fängt mit den Beinen an.
Und dann kam der Teil, bei dem ich verstanden habe, warum die letzten zwei Jahre so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind:
„Mehr Wasser einfüllen macht den Eimer nicht dicht. Sie laufen nur öfter. Und genau das ist der Rat ‚essen Sie halt mehr Eiweiß'."
Deshalb hat das zusätzliche Fleisch nichts gebracht. Ich habe mehr eingefüllt und bin denselben Weg gelaufen.
Deshalb hat der Eiweißshake nichts gebracht. Dasselbe Wasser, nur süß.
Deshalb hat mich das Fitnessstudio zwei Tage lahmgelegt. Ich habe am Beet gegraben, und es kam kaum etwas an.
Und deshalb war das Multivitamin die falsche Antwort. Vitamine sind nicht das Wasser. Sie machen den Eimer auch nicht dicht.
Ich saß in diesem Kursraum und habe zum ersten Mal seit zwei Jahren gedacht: Es lag nicht an mir.
Ich habe mich bemüht. Ich habe mehr gegessen, ich bin hingegangen, ich habe es probiert.
Ich habe nur die ganze Zeit das falsche Problem gelöst.
Eine Zahl hat Katrin noch nachgeschoben, und die hat es endgültig eingeordnet: Nur rund 35 % der Senioren erreichen die empfohlene Eiweißmenge überhaupt.
Also selbst wer sich Mühe gibt, liegt oft darunter. Und wer sie erreicht, hat immer noch die Löcher im Eimer.
Bleibt die Frage, die ich Katrin dann gestellt habe.
Wenn mehr essen nicht die Antwort ist: Was dann?
Ich bin an dem Abend nach Hause und habe angefangen zu lesen. Ich wollte das selbst sehen, nicht nur gesagt bekommen.
Und ich bin auf etwas gestoßen, das ich vorher nicht kannte.
Ihr Körper braucht acht Aminosäuren, die er nicht selbst herstellen kann. Acht. Nicht sieben, nicht sechs.
Und jetzt kommt der Teil, der mir die letzten zwei Jahre erklärt hat:
Er braucht sie im richtigen Verhältnis zueinander. Fehlt eine, kann er die anderen sieben nicht verbauen. Die eine, die fehlt, bremst alle anderen aus.
Was übrig bleibt, wird nicht zu Muskel. Es wird verstoffwechselt und wieder ausgeschieden.
Das ist der Grund, warum die Menge allein nichts sagt.
Aber welches Verhältnis ist das richtige? Genau dafür gibt es einen Namen.
Katrin hatte einen Begriff genannt, den ich mir aufgeschrieben hatte: Master Amino Acid Pattern. Das Muster, in dem der Körper diese acht Aminosäuren tatsächlich verbaut.
Es geht nicht darum, mehr zu liefern. Es geht darum, in genau diesem Muster zu liefern.
Und in genau der Form, die keine Arbeit mehr macht:
Alle 8 essenziellen Aminosäuren, im exakten Verhältnis zueinander. Keine fehlt, keine bremst.
In freier, kristalliner Form. Ihr Körper muss nichts mehr aufspalten, nichts mehr herausholen, nichts mehr verdauen. Der Schritt, der mit den Jahren schlechter wird, fällt einfach weg.
23 Minuten bis zur Aufnahme. Ohne Verdauungsballast.
99 % Verwertbarkeit als körpereigenes Eiweiß.
Neunundneunzig Prozent.
Um bei Katrins Bild zu bleiben: Es ist, als würden Sie das Wasser direkt am Beet abfüllen. Der Weg mit dem löchrigen Eimer fällt weg.
Bei allem, was ich vorher probiert hatte, war die Frage: Wie viel esse ich? Hier ist die Frage: Wie viel kommt an?
Und das ist der Punkt, an dem ich verstanden habe, warum die günstige Variante aus der Drogerie nicht funktioniert:
Es ist nicht die Menge. Es ist das Verhältnis.
Eine einzelne Aminosäure aus der Drogerie bringt Ihnen nichts, weil Ihr Körper alle acht braucht, um überhaupt aufzubauen. Fehlt eine, bremst sie alle anderen aus.
Zehn dieser Presslinge entsprechen rund 10 g verwertbarem Protein. Nahezu ohne Kalorien.
Und sonst ist da nichts drin. Fermentiert aus gentechnikfreiem Mais und Rohrzucker, vegan, ohne Zucker, ohne Aromen, ohne Konservierungsstoffe. Das war für mich kein Kaufgrund. Aber es hat mich beruhigt.
Ich bin keine Wissenschaftlerin. Ich wollte nur nicht schon wieder etwas kaufen, weil es gut klingt.
Das Muster stammt von einem italienischen Forscher, Professor Maurizio Lucà-Moretti. Er hat es 1998 in einer Doppelblind-Studie geprüft, veröffentlicht in den Annalen der Königlichen Akademie für Medizin in Spanien. Daher kommt die Zahl, die heute auf der Dose steht: 99 % Verwertung zur körpereigenen Eiweißbildung. Ein Jahr später folgte eine Arbeit über genau die Gruppe, um die es bei mir ging: ältere Menschen. Die Quellen stehen am Ende dieser Seite.
Ich sage Ihnen ehrlich, was ich davon halte: Eine Studie aus 1998 trägt mir keine Einkaufstasche die Treppe hoch. Aber sie hat mir die eine Frage beantwortet, die mich wirklich beschäftigt hat: ob ich hier wieder auf etwas hereinfalle, das sich jemand letztes Jahr fürs Marketing ausgedacht hat.
Das ist über dreißig Jahre alt. Es war die ganze Zeit da. Mir hat es nur nie jemand erzählt.
Und jetzt ergab auch der letzte Satz Sinn, den Katrin im Kursraum noch gesagt hatte, als ich schon in der Tür stand. Sie hatte mir den Namen des Produkts genannt, das sie kennt: MAP Aminosäuren von HS Activa.
Und dazu:
„Geben Sie ihm 100 Tage, bevor Sie urteilen. Was haben Sie zu verlieren? Morgens fünf, abends fünf, mit einem Glas Wasser. Ihr Teller bleibt, wie er ist."
Ich habe noch am selben Abend bestellt. Gleich die große Dose. Wenn schon 100 Tage, dann ohne zwischendurch nachbestellen zu müssen.
Nach dem Fitnessstudio, dem Pulver und dem halben Drogerieregal war das für mich ein Versuch mehr.
Es kam zwei Tage später.
„Morgens fünf, abends fünf, mit einem Glas Wasser. Der Teller bleibt, wie er ist."
Woche 1. Nichts. Aber das hatte ich auch nicht erwartet.
Woche 2. Immer noch nichts. Und ehrlich: An dem Punkt habe ich die Dose schon halb aufgegeben. Ich habe gedacht, gut, wieder eine Sache, die bei mir nicht anschlägt.
Dass ich weitergemacht habe, lag nur an einem Satz von Katrin:
„Der Muskel, den Sie in zwei Jahren verloren haben, kommt nicht in zwei Wochen zurück."
Woche 4. Das Erste, was mir aufgefallen ist, hatte nichts mit Kraft zu tun. Ich war abends weniger platt. Nicht wach wie mit 40. Nur nicht mehr so, dass ich um acht auf dem Sofa weggesackt bin.
Woche 6. Ich stand oben im Flur und habe gemerkt, dass ich nicht stehen geblieben bin.
Nicht auf dem ersten Absatz. Nicht auf dem zweiten. Ich hatte nicht in der Tasche nach dem Schlüssel gesucht, den ich schon in der Hand hatte.
Ich bin im Flur stehen geblieben und bin die Treppe im Kopf noch einmal hochgegangen, um sicherzugehen.
Woche 8. Ich bin vom Küchenstuhl aufgestanden, ohne die Hände zu benutzen.
Das war der Moment, in dem ich es zum ersten Mal jemandem erzählt habe.
Woche 10. Zwei volle Taschen, vom Auto bis in den zweiten Stock, in einem Gang. Ohne Absetzen, ohne Händewechseln auf halber Treppe.
Meine Tochter hat mir oben die Tür aufgemacht, auf die Taschen geschaut und gesagt:
„Mama, du hast das gerade in einem Zug hochgetragen. Ist dir das aufgefallen?"
Mir war es nicht aufgefallen. Das ist der Punkt.
Woche 12. Ganze Treppe hoch, die Hand am Körper. Nicht am Handlauf. Gemerkt habe ich es erst oben.
Am selben Abend bin ich in die Hocke gegangen, untere Schublade, und ohne die Arbeitsplatte wieder hochgekommen. Ich habe die Schublade danach noch einmal aufgemacht. Ohne Grund. Nur weil es ging.
Am Wochenende danach habe ich die schwere Pfanne wieder nach oben geräumt. Nicht weil ich musste. Weil sie da hingehört.
Monat 4. Drei Dinge.
Ich war wieder bei Freunden zum Essen. Dieselbe Runde, derselbe Tisch. Ich bin aufgestanden, bevor irgendeine Hand kommen konnte.
Ich habe den Lieferdienst abbestellt. Ich trage meinen Einkauf wieder selbst. Auch den Wasserkasten. Der Fahrer war ein netter Mensch. Aber es war mein Alltag, nicht seiner.
Und beim Aufräumen habe ich unter der Zeitung den Prospekt gefunden. Den mit der lächelnden Frau auf dem Treppenlift.
Den habe ich weggeworfen.
Im Juni bin ich dann mitgewandert. Dieselbe Freundin, derselbe Berggasthof. Ich war nicht die Schnellste, und die letzte halbe Stunde war zäh.
Aber ich habe vorher nicht gerechnet. Ich habe einfach zugesagt.
Ich sage Ihnen nicht, dass ich mich fühle wie mit 40. Das wäre gelogen, und Sie würden mir das zu Recht nicht glauben.
Ich sage Ihnen: Ich habe zurückbekommen, was in den zwei Jahren davor leise weggegangen ist. Die Treppe. Das Tragen. Das Aufstehen. Und das Gefühl, dass ich das alles selbst mache.
Wenn Sie das kennen, mit dem Stehenbleiben auf dem Absatz und dem Schwungholen vom Stuhl: Sie müssen sich nicht daran gewöhnen. Sie können es sich zurückholen.
Beim Lesen der Bewertungen ist mir etwas aufgefallen: Kaum jemand schreibt über Treppen. Die Leute schreiben über Kraft, über ihre Ernährung, übers Älterwerden. Der Weg ist bei jedem ein anderer. Das Prinzip ist immer dasselbe: Eiweiß, das ankommt.

„Super Aminosäuren, perfekte Ergänzung zum Älterwerden"

„[…] Ich habe 2Monate pausiert und das hat sich tatsächlich an meiner Kraft bemerkbar gemacht! […]"
Diese Bewertung ist mir hängen geblieben, und zwar aus einem bestimmten Grund. Sie hat nicht aufgehört, weil es nicht wirkte. Sie hat pausiert und dann gemerkt, was fehlt.

„Ich bin voll begeistert.. nehme die MAP's jetzt schon 2 Monate und sie tu'en meinem Körper echt gut…"

„Meiner Meinung nach eine perfekte Ergänzung zur bewussten Ernährung. Ich nehme die HS ACTIVA MAP AMINOSÄUREN jeden Morgen und jeweils nach dem Sport. Somit bin ich immer gut versorgt auch bei einer sehr fleischarmen und reduzierten Ernährung."

„MAP Aminosäuren sind so hilfreich in der Ernährung als Proteinersatz […] für ältere Menschen und natürlich zum Muskelaufbau […] Ich nutze MAP schon seit Jahren und bin sehr glücklich, bei HS ACTIVA so ein gutes Preis-Leistungsverhältnis gefunden zu haben."

„Ich nehme nun schon seit 2 Jahren täglich 10 Presslinge, da ich mich seit 5 Jahren ausschließlich vegan ernähre. Der Eiweißspiegel im Blut ist nachweislich höher als früher und ich bin deutlich leistungsfähiger und fitter geworden."
„Warum hat mir das noch nie jemand so erklärt?"
Weil „das ist halt das Alter" bequem ist. Der Satz beendet jedes Gespräch, und niemand muss danach noch etwas erklären.
Ich sage nicht, dass Ihnen jemand etwas verschweigt. Ich sage: Es gibt niemanden, dessen Aufgabe es ist, Ihnen das zu erzählen. Ihre Physiotherapeutin arbeitet an Ihrer Beweglichkeit. Der Kurs arbeitet an Ihrem Rücken. Was auf Ihrem Teller ankommt, schaut sich keiner an.
Katrin hat es mir gesagt, weil sie mich über Monate gesehen hat. Nicht, weil es ihr Job war.
„Ist das nicht einfach ein teures Eiweißpulver?"
Nein, und das ist der ganze Unterschied.
Ein Eiweißpulver ist Wasser, das Sie erst wieder durch den löchrigen Eimer tragen müssen. Genau der Schritt, der bei uns schlechter wird.
Beim Master-Muster liegen die acht Aminosäuren bereits in freier Form vor, im richtigen Verhältnis zueinander. Ihr Körper muss nichts mehr aufspalten. Deshalb 99 % Verwertbarkeit statt schwerem Bauch.
Und deshalb bringt Ihnen auch die einzelne Aminosäure aus der Drogerie nichts. Es ist nicht die Menge. Es ist das Verhältnis.
„Und wenn es bei mir nichts bringt?"
Dann schreiben Sie eine Zeile und bekommen Ihr Geld zurück. 90 Tage lang, auch wenn die Dose fast leer ist. Zurückschicken müssen Sie nichts.
Ich sage Ihnen ganz offen: In Woche 2 hatte ich meine Dose schon halb aufgegeben. Wenn ich damals aufgehört hätte, hätte ich nie erfahren, was ab Woche 6 passiert.
Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Aber geben Sie ihm die Wochen, die er braucht.
„100 Tage klingen lang. Reicht nicht erst mal die kleine Dose zum Probieren?"
Das habe ich mich auch gefragt, und ich sage Ihnen ehrlich, was ich heute denke.
Die kleine Dose reicht 30 Tage. Nach einem Monat waren bei mir die Abende leichter, und sonst nicht viel. Die Treppe kam in Woche 6. Das Tragen in Woche 10.
Wer nach der kleinen Dose urteilt, hört genau in dem Moment auf, in dem es anfängt zu wirken. Und macht dann die Erfahrung, die schon viele vor ihm gemacht haben: dass es angeblich nichts bringt.
Zwei Jahre leise Anpassung holen Sie nicht in vier Wochen zurück.
Diese Zeilen habe ich zusammen mit Josef Hölzl aufgeschrieben, dem Gründer von HS Activa. Er ist seit 1985 im Gesundheitsbereich, zuerst mit eigenen Fitnessstudios, seit 2005 mit eigenen Nahrungsergänzungen. Ich habe ihn gefragt, warum ausgerechnet dieses Produkt:
„MAP war eines der ersten Produkte, die ich selbst genommen habe. Wer mit 60 noch seinen Garten machen will, braucht Eiweiß, das auch ankommt. Deshalb Geld zurück, ohne Wenn und Aber."
Eiweiß, das ankommt. Genau darum geht es.
Wenn Ihr Körper die Bausteine bekommt, die er verbauen kann, baut er.
Wenn er sie nicht bekommt, baut er ab, egal was auf Ihrem Teller liegt.
Und wenn er wieder baut, kommt das zurück, was leise weggegangen ist.
Das ist kein Wundermittel. Das ist eine einfache Rechnung: Was Sie einfüllen, minus dem, was unterwegs verloren geht.
Zwei Dinge.
Erstens: Machen Sie es täglich. Morgens fünf Presslinge, abends fünf, mit einem großen Glas Wasser. Auch an den Tagen, an denen Sie nichts merken. Besonders an denen.
Zweitens: Planen Sie 100 Tage ein, nicht vier Wochen.
In den ersten Wochen passiert im Alltag wenig. Das Sichtbare kam bei mir ab Woche 6, und es kam Stück für Stück. Genau in der Reihenfolge, in der es vorher weggegangen war.
Deshalb rechne ich das gar nicht mehr in Wochen. Ich rechne es in Etappen.
Wenn ich zusammenrechne, was ich vorher ausgegeben habe, wird mir bis heute schlecht.
Acht Monate Fitnessstudio, in denen ich dreimal da war. Eine große Dose Eiweißpulver, die halb voll in meinem Schrank steht. Kollagen, Magnesium, ein Multivitamin für die Generation 50 plus. Und Monat für Monat die größere Fleischportion, aus der bei mir ohnehin immer weniger angekommen ist.
Ich habe es einmal zusammengezählt und bin bei über 700 Euro rausgekommen. In zwei Jahren. Für das falsche Problem.
„Über 700 Euro in zwei Jahren für das falsche Problem. Heute: 1,50 € am Tag."
Heute nehme ich die große Dose. 1000 Presslinge. Morgens fünf, abends fünf, dann reicht sie genau 100 Tage. Einmal bestellt, und ein Vierteljahr lang muss ich an nichts mehr denken. Keine leere Dose am Sonntag, kein Nachbestellen, kein Zettel am Kühlschrank.
Regulär kostet diese Dose 169,90 €. Über die Seite unten bekommen Sie die 100 Tage für 149,90 €.
Und weil viele nach 30 Tagen zu früh urteilen, kommen zwei Dinge dazu:
Der 100-Tage-Aufbau-Plan als PDF. Da steht Schritt für Schritt drin, was in welcher Woche normal ist und woran Sie merken, dass es arbeitet. Sie müssen nichts mitzählen und nichts nachlesen.
Die verlängerte Geld-zurück-Zusage: 90 Tage statt der üblichen 30. Sie deckt die ganze Strecke ab, nicht nur den Anfang.
Das sind 1,50 € am Tag.
Weniger als die Portion Fleisch, aus der bei Ihnen ohnehin immer weniger ankommt.
Und einmalig bezahlt. Kein Abo, nichts, was weiterläuft.
150 Euro auf einmal sind Geld, das weiß ich. Zwei Dinge haben es mir leichter gemacht: Man kann auf Rechnung bestellen, zahlt also erst, wenn die Dose schon da ist. Und die Geld-zurück-Zusage gilt über die ganze Strecke, nicht nur für die ersten Wochen.
Auf der nächsten Seite sehen Sie die eine Dose, um die es geht, und die beiden Boni. Mehr ist es nicht.
Es gibt auch eine kleine Dose mit 300 Presslingen, falls Sie erst hineinschnuppern wollen. Die reicht 30 Tage. Warum ich sie nicht empfehle, habe ich oben schon geschrieben: Nach 30 Tagen hatte ich leichtere Abende, und sonst noch nicht viel.
Normalerweise gibt HS Activa 30 Tage Geld zurück. Auf den Aufbau-Plan geben sie 90.
Ich habe nachgefragt, warum. Die Antwort war einfach: Wer nach 30 Tagen urteilen muss, urteilt zu früh, das wissen sie selbst. Und sie sind überzeugt genug, dass die meisten die 90 Tage gar nicht brauchen.
Wenn Sie sagen, das war nichts: Sie schreiben eine Zeile und bekommen Ihr Geld zurück. Auch wenn die Dose fast leer ist. Und zurückschicken müssen Sie nichts.
Ich finde das wichtig, und zwar wegen Woche 2. Ich hatte damals einen halb leeren Behälter und keine Lust mehr. Genau dann muss man aufhören können, ohne sich zu ärgern.
Sie dürfen skeptisch bleiben und es trotzdem probieren. Das ist keine Entscheidung, das ist ein Versuch.
Erstens: Sie schließen diese Seite.
Sie bleiben auf dem ersten Absatz stehen und suchen weiter den Schlüssel, den Sie schon in der Hand haben. Sie holen weiter Schwung, bevor Sie aufstehen. Sie gehen weiter zweimal zum Auto. Sie sagen bei der nächsten Einladung wieder, dass es an dem Wochenende schlecht passt. Und irgendwann räumen Sie wieder etwas nach unten.
Es ändert sich nichts, wenn sich nichts ändert. Rund 1 % Muskelmasse und bis zu 3 % Muskelkraft im Jahr laufen weiter, ob Sie hinschauen oder nicht.
Der Eimer bekommt nächstes Jahr wieder ein paar Löcher mehr. Und Sie füllen weiter denselben Teller ein.
Zweitens: Sie fangen an.
Morgens fünf, abends fünf, Ihr Teller bleibt, wie er ist. Sie brauchen dafür niemanden. Kein Rezept, keinen Termin, keinen Kurs. Ein Glas Wasser.
In etwa sechs Wochen könnten Sie oben im Flur stehen und merken, dass Sie nicht stehen geblieben sind. In zehn Wochen könnten Sie beide Taschen in einem Gang hochtragen. In vier Monaten könnten Sie aufstehen, bevor jemand auf die Idee kommt, Ihnen die Hand hinzuhalten.
„Zwei volle Taschen, vom Auto bis in den zweiten Stock, in einem Gang."
Und wenn nicht: Sie schreiben uns eine Zeile, bekommen Ihr Geld zurück und haben nichts verloren außer ein paar Wochen.
— Marlies K.
P.S. Ich nehme MAP immer noch, jeden Morgen und jeden Abend. Nicht weil ich muss. Weil ich weiß, was passiert, wenn ich es weglasse. Eine Kundin hat genau das aufgeschrieben: zwei Monate pausiert, und die Kraft ging zurück.
P.P.S. Letzte Woche habe ich meiner Tochter beim Umzug geholfen. Ich habe Kisten getragen. Nicht viele, nicht die schweren. Aber ich stand nicht daneben und habe zugeschaut. Vor zwei Jahren hätte ich zugeschaut.
Quellen zum Nachlesen: Lucà-Moretti, M. u. a., Vergleichsstudien zur Netto-Stickstoff-Verwertung, Advances in Therapy, 1992. Lucà-Moretti, M., Doppelblinde Crossover-Studie zum Master Amino Acid Pattern, Annalen der Königlichen Akademie für Medizin, Spanien, 1998. Sanseverino, E. R., Zum Einsatz von MAP im höheren Lebensalter, La Medicina Biologica, 1999.